Sicherheit und Identität -
persönlich, national und global (0205)

Datum: 18.-31.08.2002

Ort: Gauting

Thema: Seit dem Umbruch von 1989 ist in Mittel- und Osteuropa eine Jugendgeneration herangewachsen, für die Europa gerade in Hinsicht auf Freiheit und Freizügigkeit eine Selbstverständlichkeit ist. Andererseits setzen sich junge Menschen intensiv mit der eigenen, gerade auch nationalen Identität auseinander. In diesem Zusammenhang verbinden Jugendliche die Frage nach ihrer Zukunft eng mit Aspekten der persönlichen, aber auch der gesellschaftlichen und politischen Sicherheit.

Vor dem oben skizzierten Hintergrund bietet es sich an, die Frage "Wie national, wie global denken wir, wenn es um unsere Sicherheit und unsere Identität geht?" als eine Plattform zu verstehen, bei der junge Menschen über gemeinsame, aber auch gesellschaftspolitisch unterschiedliche Interessen diskutieren können. Hierbei werden die verschiedenen Ebenen von Sicherheit besonders in den Blick genommen: ausgehend von persönlichen und lokalen Zusammenhängen, über den sozialen, ökologischen und politischen Rahmen hin zu Fragen der globalen Verflechtung von Sicherheitsaspekten und Verantwortlichkeiten. Ein solcher Ansatz bietet gleichzeitig die Möglichkeit, die verschiedenen Facetten der eigenen Identität zu reflektieren, sich über Verbindendes und Trennendes auszutauschen und sich über die jeweiligen persönlichen, politischen sowie historischen Hintergründe Gedanken zu machen.

Im Rahmen des Seminars wird eine gemeinsame Internetpräsentation der erarbeiteten Ergebnisse mit Hilfe der Methode des e-learnings erstellt. Die Diskussionslinien und Ergebnisse des Seminars werden anhand einer öffentlichen Multimediaanimation, die gleichzeitig auch im Internet präsentiert wird einer breiten öffentlichkeit vorgestellt. Das Seminar basiert auf einem Konzept der Forschungsgruppe Jugend und Europa am Centrum für angewandte Politikforschung in München und wird von Mitarbeitern des CAP geleitet.

Ein Ziel dieser Demokratiewerkstatt wie aller Seminare des Theodor-Heuss-Kollegs ist die Initiierung eigenverantwortlicher Projekte, die von den Teilnehmern in ihren Heimatorten umgesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel Initiativen im sozialen und kulturellen Bereich, die sich mit Themen wie Sicherheit vor Ort beschäftigen. Auf die Praxis bereitet die Teilnehmer ein Kurs in Projektentwicklung vor.