2007/08: Östlicher Balkan mit Ungarn

HU, RO, BG



Schau nicht weg? ? Ne otvrashtaj ochi!

Russe (BG)
Ivelina Kovanlaschka (BG)
Elena Radoslavova (BG),
Rosica Tomova (BG)
Martin Ivanov (BG)

Was ist Sucht? Werden nur die ?Anderen?
süchtig? Wie gehe ich und wie die Mitmenschen damit um? Das sind nicht nur für bulgarische Jugendliche relevante Fragen. In Russe beschäftigten sie elf Schüler in einem fünftägigen Seminar. Kreative Arbeitsmethoden wie Collagen, Rollenspiele, verschiedene Formen der Debatte oder Theater ermöglichten einen offenen und anregenden Austausch. Am Ende wollten sie noch eine Woche länger miteinander verbringen ? ein gutes Zeichen
dafür, mit dem Projekt etwas bewirkt zu haben.

Hand in Hand

Sofia (BG)
Fitim Sijarina (KOS)
Fisnik Osmani / KOS,
Anita Panayotova (BG)
Dessislava Mihailova (BG)
Milan Jakesevic (BA)

Jugendliche aus zwei Gesellschafts- Schichten wurden in Sofia zusammen gebracht ? aus einem Kinderheim und Schüler eines Gymnasiums. Bei vier Treffen lernten sie mit- und voneinander. Einerseits standen ?klassische? Formen der Begegnung auf dem Programm wie Sport und eine Stadtrallye. Wichtig war dem Projektteam der tiefere Austausch ? indem zum Beispiel an einem Nachmittag der Umgang mit Konflikten und Kompromissen auf dem Programm stand. Die Gruppen begegneten sich wechselseitig im Gymnasium und im Kinderheim.

Sprich mit ihr! - Говори с нея

Sofia (BG)
Maya Nyagolova (BG)
Teodora Simeonova (BG)

19-Jährige und 35-Jährige Frauen leben häufig in verschiedenen Welten. Während für die einen Ausbildung und Wohnheimzimmer den Lebensmittelpunkt bilden, müssen die anderen sich in der Arbeitswelt zurechtfinden ? Familie ist für sie oft keine Frage, sondern eine Tatsache.
Dieses Spannungsfeld bot den Rahmen, um über Werte, Bedürfnisse und Vorurteile debattieren. Bei zwei Treffen redeten die Frauen keineswegs nur abstrakt über ihre Rolle in der Gesellschaft oder über Generationen, auch sehr persönliche Themen wurden Teil eines angeregten Austauschs über Karriere, Sexualität, Attraktivität oder Familie.

CU ARTĂ PENTRU O LUME CURATĂ
Die Umwelt alleine kann nicht sein...

Ploiesti (RO)
Catalina Ene (Onea) (RO)
Sabina Ene (RO)
George Ene (RO)
Adrian Onea (RO)

Dieses Projekt schuf Umweltbewusstsein in einer großen Industriestadt. Im rumänischen Ploiesti verarbeiteten 18 Schüler des örtlichen Kunstkollegs selbst gesammelten Müll zu Kunstwerken und gestalteten Bilder. Die Resultate zeigten sie in einer Ausstellung. Neben den ?Müllkunstwerken? und Gemälden wurden auch Fotos zu ?Müll in unserem Land? präsentiert. Das Interesse an der Ausstellung überraschte die Organisatoren: So wollten einige Besucher die Kunstwerke erwerben. Spontan entschlossen sich die Künstler dazu, einige Werke zu verschenken.

 

Rumänien ? Reiseland, Wirtschaftspotential & Kulturschatz

Berlin (DE)
Alexandru Balan (RO)
Adrian Catanici (RO)
Diana Cozea (RO)
Diana Balan (RO)

Rumänien war Thema eines Abends, organisiert mit der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften an der TU Berlin. Auf die Begrüßung durch den Kulturattaché der Rumänischen Botschaft folgte ein dichtes Programm: Der stellvertretende Direktor des rumänischen Kulturinstituts erzählte über die Gemeinsamkeiten zwischen Rumänen und Deutschen. Praxisnah berichtete ein Manager der Firma Biotronik von den Geschäftsbeziehungen beider Länder und deutsche Gäste schilderten ihren Aufenthalt in Hermannstadt. Rumänisches Essen und Trinken, ein Sprachquiz und Gelegenheit zum Tanzen rundeten den Abend ab.

Miteinander füreinander

Bukarest (RO)
Ariana-Lucia Grecu (RO)
Cristian Cercel (RO)

15- bis 18-Jährige Jugendliche aus rumänischen und aus Romafamilien in einem Theatersaal zusammenzubringen, hört sich nicht so schwierig an. Angesichts der Spannungen zwischen den Gruppen muss man jedoch viel Überzeugungsarbeit auf beiden Seiten leisten ? und dieses Projekt war eines der wenigen, die das erfolgreich geschafft haben. Nach mehreren Wochenenden gemeinsamen Theaterspielens haben die Jugendlichen festgestellt, wie ähnlich sie sich eigentlich sind ? und gelernt, wie spannend es sein kann, sich mit Rollenspiel und Theater auszudrücken.

Kulturhorizonte in Russe

Russe (BG)
Desislava Georgieva (BG)
Boriana Stancheva (BG)
Nikolai Tzolev (BG)
Desislava Dimitrova (BG)

In der bulgarisch-rumänischen Grenzstadt Russe leben viele kulturelle Gruppen. Das Projekt öffnete neue Kulturhorizonte. 25 junge Menschen konnten begeistert werden: Bulgaren, Türken, Armenier, Roma, Walachen, Russen und Juden. Am Anfang stand der zweitägige Workshop »Meine Kultur ? Beitrag zur Vielfalt von Russe«. Ein Mini- Festival der Minderheiten war der Höhepunkt des Projekts: Tänze, Gedichte, Schauspiele und traditionelle Spezialitäten wurden präsentiert. Mit einer Diskussione über die Probleme der Minderheiten in Russe traten Teilnehmer und Zuschauer in den Dialog mit der örtlichen Verwaltung.

Müllfreundlich

Cluj-Napoca (RO)
Anca Moraru (RO)
Cristina Haţegan (RO)
Dan Hârceagã (RO)

Kinder der vierten Klasse lernten Umweltschutz praktisch. Ein Workshop weckte Interesse für den Rohstoff Müll ? etwa durch den Besuch eines Biologielabors, das Bodenproben analysiert. Im zweiten Teil wurde Müll im Wald gesammelt und zu einer Recyclingfirma gebracht. Beim dritten Treffen kamen auch die Eltern der Kinder dazu. Sie konnten erfahren, was die Kindern zuvor gemacht haben und sich selbst über das Thema informieren. Einen öffentlichkeitswirksamen Schlusspunkt setzte eine Plakataktion im Stadtzentrum.

Mishto oder Romacooltour

Oradea (RO)
Emma Haier-Sikolya (RO)
Gerda Heveli (RO)
Csilla-Júlia Kóródi (RO)

Die Beziehung zwischen Rumänen und Roma ist problematisch. Oft wird sie auf ein ?Romaproblem? reduziert. Ziel war eine beidseitige Zusammenarbeit und beidseitiges Lernen. Direkt nach der Schule hatten benachteiligte Romakinder die Gelegenheit, ihre Hausaufgaben zu machen, warmes Essen zu bekommen und durch spielerische und künstlerische Methoden ihre Geschicklichkeit und Kreativität auf die Probe zu stellen. Gleichzeitig wurden Vertreter von Stiftungen eingeladen, um den direkten Kontakt zwischen ihnen und den Kindern zu ermöglichen. Am Ende stand ein dreitägiges gemeinsames Feriencamp.

Let?s Build a Bridge! ? Das Leben nach dem Sozialismus in Ungarn und Russland

Pécs und Budapest (HU)
Judith Sramó (HU)
Polina Leontovich (RU)

Ungarn und Russland waren Teil des sozialistischen Systems. Heute belasten viele Vorurteile die Beziehung der beiden Länder. Russische und ungarische Studierende hinterfragen diese.

Die Brücke ? Was war früher, Huhn oder Ei?

Pécs (HU)
Peter Wesz (HU)
Áron Németh (HU)
Anca Moraru (RO)

Die Begegnung zwischen Rumänen und Ungarn stand im Vordergrund dieses historisch orientierten Seminars. Die studentischen Teilnehmer lernten das andere Land kennen, redeten über Stereotypen und entdeckten manch Überraschendes an ihren Nachbarn.


Projekte der Kollegiaten