Medien spielen eine zentrale Rolle in der Demokratie. Sie begleiten den politischen Prozess aufmerksam und kritisch. Dadurch schaffen sie Transparenz. Sie kontrollieren die Macht. Sie haben entscheidenden Anteil daran, dass die Beziehung zwischen Bürgern und ihren gewählten Vertretern dialogisch ausgestaltet wird. So soll es sein.
Medien sind PR-Instrumente. Sie verschleiern. Weit ausladende Brüste sind ihnen mehr Wert als weit reichende Entscheidungen. Sie sind Nachrichtenhändler statt Verantwortungsträger. Sie organisieren den Monolog der gewählten Vertreter zu den Bürgern. Auch das kennen wir.
Irgendwo zwischen diesen Beschreibungen liegt die Wahrheit. Und da diese das höchste Gut ist, mit dem Medien handeln können, möchten wir uns in diesem Seminar damit beschäftigen, wie Wahrheit(en) entstehen. Zentrale Themen des Seminars werden sein: Wahrnehmung, Bild und Nachricht, Recherche und Bearbeitung sowie Macht und Medien.
In Selbstversuchen und in Treffen mit Praktikern, unter anderem aus dem Journalismus und der Politik, nähern wir uns dem Themenfeld aus einer internationalen Perspektive, denn die Bedingungen für Medien sind in unseren Ländern sehr unterschiedlich.
Das Seminar richtet sich an ehemalige wie aktive Kollegiatinnen und Kollegiaten. Wir möchten sowohl diejenigen ansprechen, die Medien beruflich/ehrenamtlich verbunden sind, als auch an die anderen, die sich mit unseren Fragestellungen auseinander setzen wollen.
Das Seminar wird in Zusammenarbeit des Theodor-Heuss-Kollegs mit der Stiftung Bundespräsident Theodor-Heuss-Haus und der Theodor-Heuss-Stiftung organisiert. Als Referenten konnten wir gewinnen: