
Direkt und mit allen Sinnen politische Prozesse erfahren - dafür eignen sich Planspiele. Geschützt durch eine Rolle und ausgestattet mit Handlungsfreiheiten wird das Verständnis und Wissen für politische und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse erweitert.
In der Kleinstadt Novigrad gibt es drei große Bauplätze in unterschiedlich zentral gelegenen Stadtvierteln, auf denen in öffentlichem Interesse neue Bauten entstehen sollen.
Am Spiel beteiligt sind unterschiedliche Interessengruppen: Zunächst gibt es den Gemeinderat, der mit einfacher Mehrheit der Stimmen am Ende des Planspiels über die Bauvorhaben entscheiden muss. Der Gemeinderat setzt sich aus den Vertretern von unterschiedlichen parteipolitischen Organisationen, einem Gemeinderatssprecher und einem unabhängigen Bürgermeister zusammen.
Daneben gibt es verschiedene Interessengruppen, die jeweils einer anderen Prioritätenliste folgen: Von kleinen Initiativen über gut vernetzte NGOs.
Zur Debatte stehen verschiedene Bauvorhaben, u.a. ein Einkaufszentrum, ein Museum, Studentenwohnheim, Jugendzentrum oder eine Moschee.
Die Gruppe sollte 20-30 Teilnehmende umfassen. Das gesamte Spiel inklusive Vorbereitung, Spielphase und Auswertung dauert ca. 5-6 Stunden.
Wie wurden Entscheidungen getroffen? Wie zufrieden sind die Teilnehmenden mit dem Ergebnis? Mit dem Prozess? Die Spielsituation ermöglicht äußerst komplexe Erfahrungen.
Je nach Schwerpunkten der Gruppe lässt sich der Fokus der Auswertung anpassen.
Trainerinnen und Trainer des Theodor-Heuss-Kollegs organisieren das Planspiel in Ihrem Rahmen und mit Ihrer Gruppe. Es eignet sich für die Arbeit in Schulen und in der non-formalen zivilgesellschaftlichen Bildung. Ansprechpartner im Theodor-Heuss-Kolleg: Nils-Eyk Zimmermann
